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Vorraussetzungen für die Ausbildung

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Vorraussetzungen für die Ausbildung

Beitrag  Brain am 22.01.12 12:44

Mich würde mal Eure Meinung interessieren zu den Diskussionen, dass nur noch nach 12jähriger Schulausbildung die Zugangsvorraussetzung zur Krankenpflegeausbildung möglich sein sollte. Vor einiger Zeit wurde ja genau entgegensetzlich die Frage diskutiert, ob ein einfacher Hauptschulabschluss nicht außreichend wäre. Nun, wie seht Ihr das?

Brain

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Ausbildungsbeginn

Beitrag  Psychohexe am 24.01.12 14:27

Hallo Brain!
Ich denke es kommt auf die Reife des Auszubildenden an. Viele benutzen die Ausbildung als Sprungbrett für die Karriere und evtl. für ein späteres Studium wenn sie das Abi gemacht haben. Das lässt sich ganz oft schon an der Motivation im Dienst erkennen. Kein Interesse fürs Fachgebiet , für die Patienten und deren Wünsche etc. Ich finde ein Realschulabschluss wichtig und die nötige Reife mit Menschen richtig umgehen zu können und auch in aussergewöhnlichen Situationen richtig reagieren zu können. Auch die Belastbarkeit sollte gegeben sein. Denn Krankenpflege ist mehr als nur pflegen, es ist auch zuhören und mitfühlend zu sein , Augen und Ohren offen zu haben für die Belange anderer, und Menschen mit ihren Fehlern zu akzepieren und zu tolerieren. Auch ich habe den Realschulabschluss gemacht und wollte unbedingt am Patienten arbeiten, für ihn da sein. Deshalb habe ich den Beruf gewählt und übe ihn gern aus.
Grüsse von Psychohexe Very Happy

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Je nach Persönlichkeit

Beitrag  Taline am 06.02.12 21:26

Hallo,
ich erlebe sehr unterschiedlich Auszubildene. Grundsätzlich denke ich , dass ein mehrmonatiges Praktikum sein sollte, damit die Azubis wissen worauf sie sich einlassen.
Je nach Interessen, sozialem Engagement und soziale Kompetenzen halte ich es für möglich.
Zum Beispiel ist ein 18 Jähriger nach 12 Schuljahren und hobbymässig seit dem 14. Lebensjahr Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr mit Sanitätseinsätzen ist nicht zu vergleichen mit dem "Nur Schüler" oder jemandem der in der gemeinde Besuchsdienste macht jemandem der nur "rumhängt".

Ich fürchte im Rahmen der abnehmenden Bewerbungen, wird die Schwelle niedriger gelegt und die Begleitung durch die Ausbildung zunehmend schwieriger.
Bei mir landen in den letzten 4 Jahren zunehmend Anfragen bezgl. psychologischer Betreuung bei Ängsten oder Belastungssituationen. Von Kollegen aus der Somatik (dort werde sie ja zuerst eingesetzt)höre ich von Tränenausbrüchen der Azubis bei Konflikt- oder auch Beurteilunggesprächen.
Bin gespannt wie die Entwicklung da weiter geht......

Taline

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Re: Vorraussetzungen für die Ausbildung

Beitrag  Brain am 07.02.12 17:20

Ich befürchte fast dasselbe. Und irgendwie schleppen die Ärmsten teilweise auch ne Menge Ballast von zu Hause mit, den wir eigentlich nicht so aufarbeiten können

Brain

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Re: Vorraussetzungen für die Ausbildung

Beitrag  Taline am 07.02.12 21:15

Besonders schlimm finde ich die Tatsache, dass bei den MA der Schule die Schwierigkeiten/Unzulänglichkeiten/Belastungen der AZUBIS teilweise durchaus bekannt sind..... sie aber keine Rückmeldung an die PA geben...... erst wenn nichts mehr geht....
Ich hab keine Idee wie man da unterstützen könnte (die AZUBIS) ....

Taline

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Re: Vorraussetzungen für die Ausbildung

Beitrag  Brain am 08.02.12 10:28

Ich denke, dass können wir eigentlich nicht, selbst wenn uns die Probleme bekannt sein sollten. Die werden heutzutage immer komplexer und selbst professionelle Hilfe, wird sie denn in Anspruch genommen, dauert sehr lange und bietet keinen hundertprozentigen Erfolg.
Nur, was tun? Rückläufige Bewerberzahlen, diejenigen, die sich bewerben, präsentieren sich in Noten oder persönlichem Auftreten teilweise wirklich nicht gut oder sind scheinbar klasse, zerbrechen dann jedoch wegen der beschriebenen zusätzlichen Problematik, die sie privat mitbringen nach einiger Zeit. Abiturienten, die eigentlich oft in der Entwicklung das richtige Rüstzeug mitbringe, nutzen die Ausbildung häufig als Buswartehäuschen, bis sie eine Zulassung bzw. einen Platz fürs Studium haben und verlassen mit diesem Bus dann die Ausbildung, teilweise schon nach kurzer Zeit. Viele Personen, die geeignet wären, jedoch nicht den nötigen Abschluss haben, können so nicht genommen werden. Und viele, die sich zusätzlich qualifiziert haben, um mit Hauptschulabschluss eine Zugangsvorraussetzung zu erfüllen, kommen oft mit dem Niveau gerade in der Physiologie etc, nicht mehr zurecht.
Und daher finde ich diese Diskussion um die Zugangsvorraussetzungen so "motivieren" scratch

Brain

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