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arbeiten mit nicht geeigneten materialien...arbeit ablehnen?!?!

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arbeiten mit nicht geeigneten materialien...arbeit ablehnen?!?!

Beitrag  jolly am 01.06.12 22:34

hi, brauche mal beratung.

derzeit arbeite ich als wohnbereichsleitung in einem seniorenheim.
auf meiner station haben wir einen bewohner der stark übergewichtig ist. er muss per lifter mobilisiert werden. leider versorgen die verwanten ihn permanetn mit süßigkeiten, auch gegen unsere einwände. hinzu kommt das unsere küche immer wieder meint er müße eine extrawurst haben und extra große portionen haben. ich habe mir den mund schon fusselig geredet.
nun ist sein lifter bis 130 kg ausgelegt und die hat er nun gesprengt. zu deutsch, er ist zu schwer für den lifter. mir ist bewust das die lifter mit wesendlich mehr gewicht getestet werden umd ie sicherheit zu gewährleisten. aber wenn was passiert beruft sich der hersteller auf die gewichtsbegrenzung. dieses habe ich auch von sanitätshaus bestätigt bekommen.
nun finde ich aber es unverantwortlich ihn weiterhin damit zu mobilisieren.
die krankenkasse sagt das heim ist dafür verantwortlich einen neuen lifter zu organisieren. das heim sagt nein.

ich habe nun gesagt das ich weiterhin ablehne ihn damit zu mobilisieren, weil ich es als gefährliche pflege empfinde. bekam aber heute die anweisung ihn weiter zu mobilisieren. meine einwände das dies grob farlässig ist, interessierten nicht. die meinten die verantwortung würde, solange ich auf anweisung arbeite nicht bei mir liegen.
dies kann ich mir nicht vorstellen.
wenn ich es weiterhin ablehne würden sie es als arbeitsverweigerung auslegen un mich abmahnen.

was meint ihr?

jolly

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Re: arbeiten mit nicht geeigneten materialien...arbeit ablehnen?!?!

Beitrag  Brain am 02.06.12 9:35

Aus meiner Sicht ist es fahrlässig, den Lifter bei diesem Bewohner weiter zu nutzen. Du hast nämlich völlig recht, der Hersteller wird im Falle eines Falles die genannte Gewichtsobergrenze als Anhalt nehmen und ist sauber raus aus der Nummer. Dass das Heim kein Interesse daran hat, aus eigenen Mitteln einen neuen Lifter zu erwerben kann ich natürlich auch irgendwie verstehen. Das ist allerdings total kurzsichtig, was auch für viele Kliniken gilt, denn der Anteil bariatrischer Patienten/Bewohner nimmt immer mehr zu und da sollten die alltäglichen Dinge wie LIfter, Nachtstuhl, Rollstuhl, Unterarmgehstützen schon für "pfundigere" Personen vorhanden sein. Gilt übrigens auch für Betten und Galgen.
Schön wenn dein Arbeitgeber sagt, dass du bei einem Schadenfall draußen wärst, da du auf Anordnung gearbeitet hättest, nur, wie war dass doch gleich mit der Durchführungsverantwortung? Du bist keinesfalls draußen, wenn du etwas tust, obwohl du weißt, dass es falsch und gefährlich ist. Wurde sich schon mal an die Krankenkasse des Bewohners gewendet? Und, habt ihr einen Betriebsrat in eurer Einrichtung? Diese Abmahnungsandrohung ist Erpressung übelster Sorte.

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Re: arbeiten mit nicht geeigneten materialien...arbeit ablehnen?!?!

Beitrag  jolly am 02.06.12 10:02

da ich eh auf der suche nach einer neuen stelle bin ist es mir recht wurscht was nun kommt. aber ich weis, das ich recht habe.

ich werde montag zu meinem anwalt gehen und es mir bestätigen lassen.
und sollte wirklich was kommen werde ich mit der abmahnung wieder zu ihm gehen und einspruch einlegen, sowie mal die heimaufsicht und den MDK drauf ansetzen.

jolly

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